1. Mai Zeitung 2015 von Perspektive Kommunismus

Wir leben in einer Welt, die aus den Fugen gerät: Krieg, Armut, Zerstörung der Umwelt und aufkommende rassistische Hetze bestimmen die Lebensbedingungen von immer mehr Menschen. Wesentliche Ursache ist der weltweite Kapitalismus, in dem die Profitinteressen einer kleinen Minderheit bestimmend sind. Am 1.Mai – dem traditionellen Kampftag der Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter – gehen rund um den Globus Millionen Menschen gegen diese Verhältnisse auf die Straße. Zugleich wollen wir an diesem Tag die Forderung nach einer anderen, einer solidarischen Gesellschaft auf die Tagesordnung setzen.

Diese Zeitung ist Teil einer Kampagne mehrerer revolutionärer Gruppen, die in verschiedenen Städten am 1.Mai antikapitalistische Aktivitäten organisieren.

» 1. Mai-Zeitung als Textversion

» 1. Mai-Zeitung als PDF-Datei

erstermai2015mannheim

Gemeinsam streiken – Widerstand organisieren – die Verhältnisse ändern! Auf die Straße am 1. Mai!
Überall auf der Welt gehen am 1.Mai Menschen auf die Straße, um gegen Ausbeutung und Unterdrückung und für eine lebenswerte Zukunft zu demonstrieren. Wenn Kriege wieder zur Normalität gehören, Natur für Profite zerstört wird und immer mehr Menschen verarmen, gibt es genug Gründe an diesem Tag auf die Straße zu gehen. In Mannheim ruft deshalb ein Bündnis verschiedener Gruppen und Einzelpersonen dazu auf, am 1.Mai gemeinsam und entschlossen auf die Straße zugehen.

Gegen ein Europa das Kapitals!
Der Kapitalismus hat für uns nichts zu bieten außer einer Zukunft mit sich stets verschlechternden Lebensbedingungen, Armut, Hunger, Krieg. Dies können wir täglich aus nahezu allen Regionen und Ländern der Welt wahrnehmen. Das gegenwärtig herrschende kapitalistische System versucht seit jeher mit Kürzungen bei Löhnen und Renten, sowie mit Angriffen auf die sozialen Sicherungssysteme seine Interessen durchzusetzen. In großen Teilen Europas führt die von der sogenannten „Troika“ erzwungene „Sparpolitik“ dazu das große Teile der Bevölkerung verarmen und jede soziale Absicherung verlieren. Die Interessen von Banken und Großkonzernen werden rücksichtslos somit durch europäische Sparauflagen knallhart durchgesetzt. Während mehr und mehr Menschen sich die steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten nicht mehr leisten können und verarmen, exportieren deutsche Konzerne munter in andere Länder. Weil Arbeit in Deutschland so billig ist, werden andere Anbieter in diesen Ländern niederkonkurriert. Der „Exportweltmeister Deutschland“ ist damit nicht nur Verursacher der Krise, sondern auch Gewinner.

Gegen Nationalismus und Rassismus – Solidarität kennt keine Grenzen!
Mit nationalistischen Parolen wird gleichzeitig versucht die lohnabhängige Bevölkerung der einzelnen Länder gegeneinander aufzuhetzen. So wird in den Mainstream-Medien den wirtschaftlich ärmeren Bevölkerungsteilen immer wieder vermittelt, dass die „faulen Griechen“ oder die „kriminellen (Wirtschafts-)Flüchtlinge“ an der prekären Situation der Lohnabhängigen schuld seien. Unter anderem bildet diese mediale Hetze den Nährboden für das immer stärkere Heranwachsen von rassistischen Bewegungen wie der „PEGIDA“ oder „Alternative für Deutschland (AfD)“ und dem Erstarken neo-faschistischer Kräfte. Die EU schottet parallel dazu immer mehr ihre Grenzen ab. Durch das seit Dezember 2013 laufende Grenzüberwachungssystem EUROSUR der Europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX sollen möglichst früh „unerwünschte“ Migrant*innen aufgespürt werden. Dadurch soll es ihnen erst gar nicht möglich sein, in internationale Gewässer oder Hoheitsgebiete von EU-Mitgliedsstaaten zu gelangen, um dort Asyl zu beantragen.

Kriege produzieren Flüchtlinge!
Deutschland führt wieder Krieg. Was mit dem Einsatz im ehemaligen Jugoslawien begann, setzte sich unvermindert fort und so befinden sich deutsche Soldaten über den Globus verteilt in 13 Ländern im Einsatz, um den Zugang zu Ressourcen und den Kapitalfluss zu sichern. Da die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen die Einsätze ist, versucht die Bundeswehr beispielsweise über Unterrichtseinheiten an Schulen, Propaganda auf Berufsmessen und im Radio, Akzeptanz für ihre Kriege zu gewinnen, sowie neue Rekruten für den Dienst an der Waffe zu werben. Deutschland – drittgrößter Waffenexporteur nach den USA und Russland – verdient durch diese Waffenexporte an den weltweiten Kriegen und beliefert viele Konfliktregionen der Welt. In letzter Konsequenz trifft es wieder die unschuldige verarmte Bevölkerung jener Länder die vom Krieg betroffen sind. Millionen von Menschen sind heute auf der Flucht vor Krieg und Terror – nur wenige schaffen es lebend aus ihren Heimatländern zu fliehen.

Für eine solidarische Welt!
Die Überwindung dieses weltweiten Ausbeutungssystems ist eine notwendige Voraussetzung für die Gestaltung einer an den Bedürfnissen aller Menschen orientierten Gesellschaft. Die aktuellen Verhältnisse müssen geändert werden: Lasst uns daher am 1. Mai auf der Straße ein solidarisches Zeichen für alle unterdrückten und ausgebeuteten Menschen setzen!

Es wird Zeit für eine andere Welt ohne Krieg, Krise und Kapitalismus!
Kapitalismus überwinden – Her mit dem schönen Leben!

 

Freitag / 01. Mai 2015 / 09:30 Uhr / Gewerkschaftshaus / Mannheim

 

Antikapitalistisches Bündnis Mannheim (April 2015)

 

G7ZeitungPerspektiveKommunismus

Vom 7. bis 8. Juni findet der G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern statt. Die Politik der G7-Staaten steht für ständigen Krieg, für Ausbeutung und die Zerstörung der Natur. Deshalb rufen viele Organisationen dazu auf, den Kampf gegen die kapitalistischen Eliten und ihre Krisenpolitik in die bayrischen Alpen zu tragen. Mit vielfältigen Aktionen, einer Großdemo und Blockaden, wollen wir aufzeigen, dass Widerstand möglich ist und es Alternativen zu diesem System gibt! Diese Zeitung will Hintergründe zu den G7, sozialen Kämpfen und dem Widerstand gegen imperialistische Kriege liefern und so den Protest unterstützen. Fight G7!

» Zeitung von Perspektive Kommunismus [Textversion]
» Zeitung von Perspektive Kommunismus [PDF]

BlockEZB2015

Tausende Menschen beteiligten sich am 18. März an der Blockade der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Den ganzen Tag über kam es zu offensiven und entschlossenen Protesten gegen die herrschende Krisenpolitik. Mit etwa 20.000 TeilnehmerInnen, kann auch die Demonstration unter dem Motto „Time to act has come“ als ein Erfolg gewertet werden. Neben vielen anderen Spektren haben auch wir als Perspektive Kommunismus zu den Aktionen aufgerufen und uns beteiligt.

Was war…

In den frühen Morgenstunden versuchten tausende von Menschen mittels Blockaden den Normalbetrieb der EZB zu stören. Die ursprünglich angesetzten Eröffnungsfeierlichkeiten waren, nicht erst nach der Absage des Hessischen Ministerpräsidenten, längst zur Farce verkommen.

Etwa 6.000 Menschen beteiligten sich an den organisierten Blockaden. Darunter über 1.500 internationale AktivistInnen. Die Polizei versuchte mit einem Aufgebot von 10.000 Polizisten die Proteste einzuschränken. 28 Wasserwerfer, Nato-Stacheldraht und massiver Tränengaseinsatz konnten den entschlossenen Protest nicht verhindern. Read More →

Blockupy 2015

Der Umzug in das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ist in vollem Gange und soll im März 2015 abgeschlossen werden. Die EZB ist eines der wichtigsten Zugpferde der herrschenden Krisenpolitik. Sie ist Teil der sogenannten Troika aus EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds. Die Troika treibt das europäische Kürzungsdiktat voran und fordert Lohnsenkungen und Sozialabbau. Zusammen mit zahlreichen bundesweiten und auch internationalen linken Initiativen und Gruppen mobilisieren wir deshalb zu massenhaften Protesten und einer Blockade der EZB anlässlich der Feierlichkeiten ihrer Neueröffnung am 18. März 2015.

» Aufruf von Perspektive Kommunismus | Aufruf als PDF-Datei

» Informationen zu antimilitaristischen Aktionen am 18. März 2015

» Informationen zu den Blockupy-Protesten gegen die Eröffnung der EZB

 

Im Folgenden der Aufruf von Perspektive Kommunismus:

Krisenakteurin Europäische Zentralbank

Seit 2007/2008 ist die Weltwirtschaft in einer tiefgreifenden Krise. Von den Regierungen in den USA und Europa wurden enorme Summen aufgewendet, um die jeweiligen heimischen überschuldeten Banken vor der Pleite zu retten. In der BRD wurde im Herbst 2008 ein Bankenrettungspaket in Höhe von 480 Milliarden Euro beschlossen. Außerdem wurden verschiedene Konjunkturprogramme aufgelegt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Im Zuge der Krise rückte die EZB in den Vordergrund. Sie soll laut ihrer Satzung »die Stabilität der Währung und die Vermeidung von Inflation« sicherstellen, um den Euro gegenüber dem US-Dollar auf internationalen Märkten zu stärken. Ebenso wie andere Notenbanken auch, produziert die EZB Geld und gibt es gegen Wertpapiere, also Zahlungsversprechen an Geschäftsbanken weiter. Dies geschieht zu einem festen, von der EZB einseitig festgelegten Zinssatz, dem Leitzins. Er hat unmittelbare Auswirkungen auf die Zinsen, die Geschäftsbanken von KreditnehmerInnen verlangen. In der aktuellen Krise sollen europäische Banken durch die Absenkung des Leitzinses zur Aufnahme von EZB-Krediten angeregt werden, um diese günstig an Unternehmen weiterzugeben. Ziel ist es den wirtschaftlichen Machtblock EU aufzupäppeln.

Die EZB betreibt nicht nur Zinspolitik. Sie ist mit ihrer Funktion in der Troika vor allem eine Institution, die Sozialabbau organisiert und die Privatisierung von öffentlichen Gütern und Dienstleistungen vorantreibt. In Griechenland, Portugal, Spanien, Read More →

SiKo 2014

Am 07. Februar 2015 findet in München wieder die jährliche Großdemonstration gegen die zeitgleich dort tagende „Sicherheitskonferenz“ der NATO statt. Wie in den Jahren zuvor werden tausende Menschen ihren Protest gegen Militarismus und imperialistische Kriege auf die Straße tragen. Aus zahlreichen süddeutschen Städten – auch aus Mannheim – wird es eine gemeinsame Anreise nach München geben. Im folgenden der Aufruf der Antikapitalistischen Linken München und anderen süddeutschen Gruppen zu den Protesten gegen die “SiKo” 2015:

Gegen die NATO-Kriegskonferenz! Kein ruhiges Hinterland für imperialistische Kriegstreiber!

Im Februar 2015 treffen sich zur NATO-“Sicherheitskonferenz“, wie schon in den letzten vier Jahrzehnten, hochrangige Politiker, Militärs und Rüstungsindustrielle der NATO-Länder in München im Hotel „Bayerischer Hof“.

Entgegen ihrer eigenen Propaganda dient dieses Treffen nicht der „Friedenssicherung“ in aller Welt. Es dient der Absicherung der Rohstoffe und dem Zugang zu Absatzmärkten und billigen Arbeitskräften für die reichen, imperialistischen Industrienationen bzw. ihre Großkonzerne und Banken. Dafür sind sie bereit, Völkerrecht zu brechen und Kriegsverbrechen zu begehen. Read More →

StopG7

Die Mobilisierung gegen das Gipfeltreffen im Juni 2015 hat begonnen.
Protest und Widerstand statt Globalisierung von Armut und Krieg!

Im Sommer 2015 treffen sich die Staatschefs von Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA zum G7-Gipfel im Schloss Elmau in Bayern. Unter dem Schutz von Polizei und Militär wollen die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen nach Außen Geschlossenheit demonstrieren und medienwirksam die Durchsetzung ihrer gemeinsamen Interessen organisieren.

Der G7-Gipfel ist ein Treffen der Länder, die weltweit für Armut, Ausbeutung und Unterdrückung von Millionen Menschen verantwortlich sind. Für den maximalen Profit einer kleinen Elite werden weltweit imperialistische Kriege geführt, während weitreichende Angriffe auf die Lebenssituation der Lohnabhängigen in Form von Sozialabbau, Aufrüstung und die Ausweitung der inneren Militarisierung zur politischen Normalität innerhalb dieser imperialistischen Staaten gehören.

Wie bei den vergangenen Gipfeltreffen werden tausende Menschen gegen das Treffen protestieren und ihren Widerstand auf die Straße tragen. Mit einer deutlichen Absage an die Wurzeln der gesellschaftlichen Missstände – an den Kapitalismus – nehmen wir das imperialistische Treffen zum Anlass, um für die Perspektive einer solidarisch organisierten, kommunistischen Gesellschaft auf die Straße zu gehen. Blockadeaktionen, Demonstrationen und ein Protestcamp werden einen breit gefächerten, kämpferischen Widerstand bilden.

Perspektive Kommunismus

"Leben ist Widerstand - Widerstand ist Leben" Waffen für Rojava selbst organisieren!
Seit Wochen blickt die internationale Weltöffentlichkeit auf die syrisch/kurdische Stadt Kobane an der Grenze zur Türkei. Die kurdischen VerteidigerInnen der YPG (Volksverteidigungseinheiten) und der YPJ (Volksverteidigungseinheiten der Frauen) wehren sich dort gegen eine Übermacht der islamistischen Miliz „Islamischer Staat“ (IS), die die Stadt von drei Seiten mit schweren Waffen beschießt. Sie verteidigen dabei nicht nur eine weitere syrische oder irakische Stadt die droht in die Hände der mörderischen Dschihadisten-Bande zu fallen, sondern gleichzeitig das basis-demokratische Projekt das im kurdischen Teil Syriens – in Rojava – in den letzten 2 Jahren aufgebaut wurde.

Während sich im Rest von Syrien – vom Westen und den reaktionären Golfstaaten finanzierte Rebellen auf der einen Seite, sowie das Assad-Regime auf der anderen Seite – ein grausamer Bürgerkrieg entwickelte, etablierte sich in Rojava seit 2011 unter maßgeblicher Beteiligung der linken kurdischen Partei PYD (Partei der demokratischen Union) ein gesellschaftliches Modell, das auf friedlicher Koexistenz der verschiedenen Ethnien und Religionen, solidarischem Wirtschaften und Frauenbefreiung beruht. Die politische Entscheidungsgewalt liegt dabei auf allen Ebenen bei basis-demokratisch gebildeten Räten. Rojava ist damit nicht nur den Dschihadisten des „Islamischen Staats“ ein Dorn im Auge, sondern auch dem NATO-Staat Türkei, weil sie fürchtet, dass das Projekt sich auf die kurdischen Gebiete in der Türkei ausweiten könnte. Read More →

Gegen imperialistische Kriegshetze & faschistischen Terror in der Ukraine!

Der Machtwechsel in der Ukraine hat zu einer umfassenden politischen Krise geführt: Im Osten des Landes tobt ein Bürgerkrieg, der Nationalismus steigt und die Faschisten gewinnen immer weiter an Einfluss – im politischen System wie auf der Straße. Gleichzeitig ruft die Regierung um den neuen Präsidenten Poroschenko Parlamentsneuwahlen aus, um auch die letzten Gegner des neuen Kurses aus dem Parlament zu drängen. Und auch hierzulande schlägt sich der Interessenskonflikt zwischen den westlichen imperialistischen Ländern und Russland in einer immer stärkeren Kriegsrhetorik nieder.

Begonnen hat alles mit den Protesten gegen die Regierung des korrupten Präsidenten Janukowitsch im Dezember 2013. Diese entzündeten sich an der Ablehnung des sogenannten EU-Assoziierungsabkommens durch den mittlerweile gestürzten Präsidenten Janukowitsch. Dem lag die illusorische Hoffnung zugrunde eine Annäherung an die EU würde die katastrophale soziale Lage, in der sich ein Großteil der ukrainischen Bevölkerung befindet, beheben. Dennoch, reale Gründe auf die Straße zu gehen und auch die Absetzung der Regierung Janukowitsch zu fordern gab (und gibt) es genug… Read More →

Rund um den 1. Mai und für den Tag selbst gab es in Mannheim eine rege Mobilisierung. Das neugegründete Antikapitalistische Bündnis an dem auch die Rote Aktion Mannheim beteiligt ist, mobilisierte zu einem klassenkämpferischen Block. Zahlreiche Vorfeldaktionen, ein antifaschistisches Gedenken und die Beteiligung an den Protestaktionen der Alstom Belegschaft konnten deutliche antikapitalistische Akzente in der Quadratestadt setzen. Eine erfolgreiche antifaschistische Mobilisierung zu den Protesten in Kaiserslautern rundeten den 1. Mai ab.

Die Proteste in Mannheim waren eingebunden in die revolutionäre 1. Mai Mobilisierung der Perspektive Kommunismus.

Im Folgenden die Nachbereitung der Roten Aktion Mannheim

Nachdem bereits in den letzten beiden Jahren Mobilisierungen zu einem antikapitalistischen Block auf der DGB-Demonstration stattgefunden haben, wurde sich in diesem Jahr entschlossen mit der Gründung eines antikapitalistischen Bündnis die Mobilisierung zu verbreitern und klassenkämpferische Kräfte in Mannheim zusammenzuführen. Read More →